„Occhio war von Beginn bis Ende in jeden Projektschritt eingebunden – von der ersten Konzeptidee bis zur finalen Inbetriebnahme. Durch diese sehr enge Zusammenarbeit, über die Ländergrenzen hinweg, konnten lokale Anforderungen und unvorhergesehene Herausforderungen souverän bewältigt werden. Und das hat das Ergebnis letztendlich so außergewöhnlich gemacht.“
Von der Idee zur Umsetzung
Das Lichtkonzept orientiert sich dabei an der Farbtemperatur der ursprünglichen Lichtquelle, der Kerze, um die historische Atmosphäre des Gebäudes zu bewahren. Dies gelingt mit einer Produktpalette, die nicht nur die Ästhetik der Räume aufgreift, sondern sich eng mit dem Gedanken der Wertschätzung für die historische Bausubstanz verbindet. In enger Abstimmung mit Occhio entwickelten und realisierten die Architekten Adelgunde und Bastian Große Halbuer die verschiedenen Szenarien im Hotel und definierten dabei präzise, an welchen Stellen welches Licht eingesetzt werden muss, um die geplante Wirkung zu erreichen.
Um die Lichtstimmungen flexibel steuern und zugleich hohe technische Anforderungen erfüllen zu können, wurde das Steuerungssystem Occhio air integriert. Sicherheitsbeleuchtung sowie technische Komponenten wie Treiber, Steuermodule und Akkupacks mussten dabei nahezu unsichtbar in die historische Architektur eingebunden werden – über eigens entwickelte Baldachine oder angrenzende Nebenräume und stets in enger Abstimmung aller Gewerke. So verbindet das Lichtkonzept historische Substanz sensibel mit moderner Technologie.
Lighting Design – Bar, Restaurant, Lobby
Die Dynamik des Tageslichts zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Projekt. Ein sanfter Lichteinfall durchflutet tagsüber über die markante Glasdachkonstruktion die Lobby und geht mit einbrechender Dunkelheit fließend in das warme Licht der Pendelleuchten Sento sospeso über. Leuchten und Technik wurden dabei sensibel in die bestehende Architektur sowie in die Glasdachkonstruktion des Foyers integriert, sodass Lichtwirkung und Raum eine harmonische Einheit bilden. In der Conciergerie setzen Sento verticale und Sento tavolo dezente Akzente und schaffen eine intime Atmosphäre am Empfang.
Auch Restaurant und Bar greifen dieses Wechselspiel aus Licht und Raum auf. Gezielt gesetzte Lichtakzente heben Bögen, Nischen, Durchgänge und Treppen hervor und schaffen eine gestalterische Verbindung zwischen den unterschiedlichen Bereichen des Hotels. Leuchten wie io pico und io verticale betonen dabei die Tiefe und Struktur der historischen Architektur.
Die originalen Wände, Decken und historischen Tonnengewölbe stellten hohe gestalterische und technische Anforderungen. Begrenzte Möglichkeiten für klassische Deckenbeleuchtung erforderten kreative Sonderlösungen wie die blendfreien Coro moon sospeso Pendelleuchten über der Bar oder die skulpturale Coro moon spider Installation, die mitten im Raum eine sanfte, raumfüllende Atmosphäre schafft.
Lighting Design – Triplex Room
Raumhöhe ist in diesem Gebäude einer der bestimmenden Faktoren und beinahe eine unausgesprochene Aufforderung an die Architekten, damit zu spielen. Dies erfordert, einen gekonnten Einsatz von Licht, der einerseits die Höhe erleben lässt, andererseits aber die Maßstäblichkeit relativiert. In den Triplex-Zimmern über drei Etagen wird mit unterschiedlichen Ebenen gearbeitet – die eine greifbar, die andere spürbar: So stellt etwa die Gioia lettura im ebenerdigen Wohnbereich ein unmittelbares und intuitiv bedienbares Tool für individuelle Beleuchtungssituationen dar, während über die einzelnen Ebenen 3 schwebende Mito sospesos den Raum erfüllen und darüber hinaus durch die Fenster hindurch ihre Strahlkraft sogar über die Gebäudegrenzen hinweg entfalten.
Cugó Gran Vittoriosa
Realisierungsjahr: 2026
Architektur: Bastian Große Halbuer – Qcoon Real Estate GmbH
Innenarchitektur: Architekturbüro Adelgunde Große Halbuer
Leuchten: Sento sospeso, Sento verticale, Sento tavolo, Sento letto, Mito sospeso, Mito aura, Mito sfera, Gioia lettura, Coro moon sospeso, Coro moon spider, io verticale, io pico, io giro, Luna pura, Luna parete
Lichtgestaltung: Occhio
Fotos: Mark Seelen
Video: Looping Group






















