Zum Inhalt springen

 

München/Mallorca, Oktober 2026 - Hoch über dem Meer liegt die Villa Quantum auf Mallorca, deren Architektur durch das Licht von Occhio an Tiefe gewinnt. Sichtbeton, warme Holzflächen und eine präzise geometrische Formsprache bestimmen das von Estudio Cano Arquitectura entworfene Anwesen.

Das Lichtkonzept von Occhio greift diese Strukturen auf und führt die architektonische Formensprache mit Licht weiter – von der großformatigen Coro moon sospeso Installation im zweigeschossigen Luftraum bis zu präzise in die Architektur integrierten Lichtlösungen. Dabei akzentuiert das Licht die prägnanten Ecken und Kanten des Gebäudes und unterstreicht seinen einzigartigen Charakter.

„Von Anfang an ging es nicht darum, eine Standardlösung zu finden, sondern ein Lichtkonzept zu entwickeln, das perfekt zu dieser Architektur passt. Das Occhio Lighting Design Team hat unsere Ideen verstanden, Herausforderungen gemeinsam mit uns gelöst und seine Expertise bereits in einer sehr frühen Projektphase eingebracht.“
Alberto Cano, Estudio Cano Arquitectura
Occhio Coro moon sospeso Design luminaire over dining table

Occhio_Villa_Quantum_final

 

Lighting Design – Treppenhaus, Esszimmer und Küche

Im Inneren verbindet sich der Eingangsbereich über das Treppenhaus mit der offenen Küche und dem Essbereich. Verschiedene Bereiche überschneiden sich und gehen fließend ineinander über. Naheliegend war daher, diese räumlichen Beziehungen mit der großen Geste einer Installation aus Coro moon sospeso aufzugreifen. Die Installation beginnt hoch oben im Luftraum über dem Esstisch und erstreckt sich über zwei Etagen. Sieben Leuchten der Installation befinden sich im tiefer liegenden Bereich und übernehmen dort die gezielte Beleuchtung des Esstischs.

Die Umsetzung erforderte eine präzise abgestimmte und aufwendige Planung, insbesondere bei der Positionierung und Anordnung der Leuchten in den Deckenkassetten. Aufgrund des geringen Abstands zwischen den Deckenlamellen mussten die Abhängungen exakt durch das Holzlamellenfeld geführt werden. Die Treiber sind in einem separaten Deckenfeld untergebracht, das für Wartung und Service zugänglich bleibt.

Mit ihrem gerichteten, blendfreien Licht ist Coro moon wie gemacht für diesen besonderen Auftritt. Auch am Tag prägt die Installation den Raum: Ihr Spiel aus Licht und Schatten verbindet Tages- und Kunstlicht. Als weiteres verbindendes Element fungiert die Wandleuchte io verticale entlang der zweigeschossigen Wand im Luftraum. Um ihre ideale Positionierung zu bestimmen und präzise auf die markante Betonwand zu übertragen, wurde ein Mock-up im Maßstab 1:1 angefertigt.

Mit ihren klar konturierten Lichtkegeln nach oben und unten greift die Leuchte die Geometrie der kassettierten Betondecke auf und führt deren Rhythmus über beide Geschosse hinweg fort. Auf diese Weise tritt sie in einen ebenso subtilen wie wirkungsvollen Dialog mit der Architektur.

 

Lighting Design – Schlafzimmer

Im Gegensatz zu den großen Protagonisten der repräsentativen Räume werden im Schlafbereich sanftere Akzente gesetzt. Auch hier setzt sich die geometrisch gerasterte Betondecke fort und bietet in ihren Deckenkassetten den idealen Platz für Luna piena. In den Flurbereichen gibt sie ihr gerichtetes Licht nach unten in die Laufzonen ab. Im Schlafzimmer hingegen ist sie kopfverspiegelt: Ihr Licht wird an die Decke reflektiert und erzeugt dort eine gleichmäßige, atmosphärische Lichtwirkung. Das sorgt im sensiblen Schlafbereich für maximale Blendfreiheit und setzt zugleich die hochwertigen Holzlamellen innerhalb der Deckenkassetten wirkungsvoll in Szene.

Die Entscheidung, die Leuchte entsprechend der Deckenrasterung repetitiv einzusetzen, wurde ganz bewusst getroffen. Der Ort des Rückzugs und der Entspannung sollte durch keine gestalterischen Amplituden aus seinem Gleichgewicht gebracht werden. Dieses Prinzip wird bis in die anschließende Ankleide fortgesetzt, um die beabsichtigte Wirkung von Ruhe und Ausgewogenheit konsequent zu gewährleisten. Die beiden Tischleuchten aus der Luna Serie – Luna pura und Luna sogno – treten als vertraute Ankerpunkte im Raum in Erscheinung, während sich vor den großzügigen Glasflächen die Kulisse für den echten Mond öffnet.

 

Lighting Design – Garage und Fitnessraum

Auch in der Garage wird die enge Verzahnung von Architektur und Lichtplanung sichtbar. „Die besondere Herausforderung lag darin, die vorhandenen räumlichen Gegebenheiten konsequent in die Lichtplanung einzubeziehen. In der Garage konnten wir bereits vorhandene Öffnungen in der Sichtbetondecke für die Coro moon zero und zugleich für die Verkabelung nutzen. Die Treiber wurden gebündelt in einem Technikraum untergebracht und bleiben dort revisionierbar“, erklärt Erol Siegert-Knop, Head of Lighting Design bei Occhio und verantwortlich für das Projekt Villa Quantum.

Im Fitnessraum bestimmt statt Sichtbeton Holz den Raumeindruck und mit ihm ein anderer Lichtcharakter: Zwei Mito aura setzen unter der fein profilierten Holzlamellendecke einen bewusst gesetzten Kontrast zur linearen Formsprache des Materials. Ihr nach oben gerichtetes Licht zeichnet ein präzises Spiel aus Licht und Struktur auf die Holzdecke, während ihr direktes Licht die Trainingsfläche gezielt ausleuchtet. Die raumhohe Spiegelwand reflektiert das Zusammenspiel von Licht und Material und erweitert die Raumwirkung optisch. So entsteht trotz des klaren funktionalen Aufbaus eine konzentrierte und zugleich besondere räumliche Qualität.

 

Gemeinsam bis ins kleinste Detail

Als die Lichtplanung für die Villa Quantum begann, befand sich das Gebäude noch im Rohbau – und auch Leuchten wie Luna und Coro waren noch in der Entwicklung. Erste Entwürfe und Prototypen konnten so frühzeitig in das Projekt einbezogen, getestet und bis ins Detail auf die Architektur abgestimmt werden.

Die enge Abstimmung zeigt sich nicht nur in den technischen Lösungen, sondern auch im Zusammenspiel von Licht und Material. Während tagsüber viel natürliches Licht ins Gebäude fällt, übernimmt nach Sonnenuntergang das Licht von Occhio. Die warmen Holzdecken ebenso wie die markante Betonstruktur kommen zur Geltung und verleihen dem Haus jene Behaglichkeit, die bei einer Architektur aus Sichtbeton zunächst nicht selbstverständlich erscheint.

 

Occhio_Villa_Quantum_final

Facts & Figures

Realisierungsjahr: 2026
Architektur: Estudio Cano Arquitectura
Lichtgestaltung: Occhio
Leuchten: Coro moon, Coro, Luna, Mito, io, Sito
Fotos: Mark Seelen
Video: Ueberbild, Looping Group