München/Malta, Mai 2026
Mit einem fein abgestimmten Lichtkonzept inszeniert Occhio das Luxushotel Cugó Gran Vittoriosa auf Malta. In dem historischen Gebäude, eingebettet in den Charme alter Mauern, entfaltet sich das Licht von Occhio und lässt das Architekturjuwel innen wie außen in neuer Strahlkraft erscheinen. So respektiert die Lichtgestaltung die gewachsene Substanz des Hauses und macht zugleich erlebbar, wie Architektur, Materialität und Atmosphäre in einen neuen Dialog treten. Vom Empfang über die Bar bis hin zu Triplex-Suiten und Wellnessbereich entsteht eine präzise Inszenierung, die die Architektur nicht dominiert, sondern sie auffängt und das Beste zum Vorschein bringt.
Rauer Stein, zarte Seele
Bereits im Empfangsbereich wird Licht zum ersten atmosphärischen Moment des Hauses: Eine Gruppe der Sento sospeso seilt sich zart von der Glaskuppel über dem Empfang herab. Sento verticale setzt dazu präzise Akzente und lenkt den Blick auf die architektonischen Linien des Raums. Der Schein der Sento letto greift die Sprache des Gebäudes auf und formt charakteristische Bögen aus Licht – eine subtile Hommage an die Seele des Ortes.
Licht als Wegweiser
In den vielen Gängen, Treppen und Übergängen des historischen Gebäudes wird Licht zur Orientierung. Occhio setzt Helligkeit und Intensität gezielt an zentralen Kreuzungspunkten ein. So finden die Gäste fast intuitiv ihren Weg durch das Haus. Eine Sento sospeso deutet eine neue Richtung an, eine Sento verticale lenkt die Aufmerksamkeit auf die Treppe und auf die Pracht des Stiegenaufgangs. Die Leuchten selbst werden dabei zum eleganten Detail dieser Bühne – zurückhaltend in ihrer Präsenz, unverzichtbar in ihrer Wirkung.
Die Nacht zum Tag machen
Eine besondere Situation ergibt sich in den kulinarischen Bereichen des Hotels: Die Bar bleibt nach außen hin verschlossen. Daraus gewinnt sie ihre besondere Intimität. Für die Beleuchtung bedeutet dies eine sensible Gratwanderung zwischen Atmosphäre, Orientierung und Inszenierung. Eine Coro moon spider cloud betont die Horizontalität der Hotelbar, setzt den Tresen in eine Art Rahmen und schafft eine angenehme Atmosphäre zum Verweilen. In der Nische dahinter greift io pico die geschwungene Form der Bögen auf. Der Fokus liegt auf einer intimen, fast privaten Atmosphäre, die von der runden Formensprache der Leuchten sanft unterstrichen wird.
„Wenn ein Lichtstrahl auf den maltesischen Stein fällt, offenbart er seinen unvergleichlichen Charakter: warme, sandgelbe Töne, die im Licht selbst zu leuchten beginnen. Das Licht von Occhio unterstreicht Farbe und Struktur und lässt den Raum in voller Lebendigkeit schwingen.“
Geführte Begegnung
In den Korridoren, durchflutet vom Sonnenlicht, sorgt die Beleuchtung für Kontinuität und Vertrautheit. Sento sospeso zeichnet den Weg vor und lässt eine neue Großzügigkeit entstehen. An jeder Zimmertür begrüßt eine Luna parete den Gast an der Schwelle zu seinem temporären Zuhause. So entsteht ein sanfter Übergang zwischen öffentlichem Raum und privatem Rückzugsort – geführt von Licht, das Orientierung gibt und zugleich Geborgenheit vermittelt.
Im Spiel der Ebenen
Die hohen Räume der Triplex-Zimmer und -Suiten eröffnen einen vielfältigen Gestaltungsspielraum, der sich über drei Ebenen entfaltet. Dieses Spiel mit Höhe, Perspektive und Offenheit spiegelt sich in der Anordnung der Mito sospeso wider. Ihr Licht entfaltet sich über alle Ebenen hinweg. Besonders raffiniert ist ihre Wirkung von außen: Wie eine leuchtende Kaskade schweben die Pendelleuchten im Luftraum und machen die architektonische Großzügigkeit sichtbar. Die Gioia lettura erdet den Raum und bringt Balance und Harmonie für einen entspannten Rückzug.
Gegensätze im Zusammenspiel
Im Wellnessbereich entstehen Lichtstimmungen, die den Raum je nach gewünschter Wirkung verwandeln – mal klar und hell, mal sanft gedämpft und entspannend. Für diese facettenreichen Momente werden mehrere Licht-Ebenen orchestriert. io verticale sorgt für vertikale Ausleuchtung, Mito aura verbindet direktes und indirektes Licht, Mito sfera akzentuiert den Spiegelbereich. io giro Strahler setzen punktuelle Akzente im Raum. So entsteht ein Wechselspiel aus Funktion, Ruhe und sinnlicher Atmosphäre.
Facts & Figures
Realisierungsjahr: 2026
Architektur: Bastian Große Halbuer – Qcoon Real Estate GmbH
Innenarchitektur: Architekturbüro Adelgunde Große Halbuer
Leuchten: Sento sospeso, Sento verticale, Sento tavolo, Sento letto, Mito sospeso, Mito aura, Mito sfera, Gioia lettura, Coro moon sospeso, Coro moon spider, io verticale, io pico, io giro, Luna pura, Luna parete
Lichtgestaltung: Occhio
Fotos: Mark Seelen